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  1. Tipps & Ideen
Kinderzimmer mit Kinderbetten und Schränken dekoriert mit verspielter Deko

Kinderzimmer gestalten: Ideen und Deko

Irgendwann kommt der Punkt, vor dem sich viele Mütter fürchten: das Kleine ist aus dem Gröbsten herausgewachsen und entwickelt sich nun langsam aber sicher zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Klar, dass das Babyzimmer jetzt ein altersgerechtes Update zum Kinderzimmer benötigt!

Viele Eltern sind allerdings schnell von dem großen Angebot und den vielfältigen Einrichtungsideen eines Kinderzimmers überfordert. Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, viel wichtiger ist nämlich das Wohl des Kindes. Und das will von nun an beim Kinderzimmer Einrichten selbst mitentscheiden. Macht ja auch Sinn, schließlich soll sich dein Sprössling ja in seinem eigenen Reich pudelwohl fühlen.

Hier findest du nützliche Tipps und Kinderzimmer Ideen und erfährst außerdem, warum eine bedarfsgerechte Kinderzimmergestaltung für die Entwicklung deines Kindes so wichtig ist.

Grundregeln: Was beachten beim Kinderzimmer gestalten?

Das Wichtigste zuerst: Lass dein Kind bei der Gestaltung des Kinderzimmers ruhig mitentscheiden. So förderst du nicht nur die Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung deines Kindes, sondern sorgst nebenbei dafür, dass sich der Bewohner seines eigenen kleinen Reiches hier auch gerne aufhält. Dort wird gespielt, gelernt, gekuschelt, sich ausgeruht, der Fantasie freien Lauf gelassen und geschlafen – all dies ist bedeutend für die unbeschwerte Entfaltung kleiner Menschen und sollte folglich Berücksichtigung beim Kinderzimmer Einrichten finden.

Die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kleinen ändern sich jedoch schneller als gedacht. Deshalb sind die Wünsche des Kindes vor allem mit austauschbarer Deko realisierbar. Zudem sollte ein Kinderzimmer vor allem viel Platz zum Austoben haben (Motto: Freiraum statt Überfüllung im Kinderzimmer!) und die Möglichkeit bieten, sich schnell und altersgemäß verändern zu können.

Tipp fürs Kinderzimmer Einrichten: Teile den Raum in bestimmte Bereiche ein: eine Ecke zum Spielen, eine Ecke für den gemütlichen Kuschelplatz, einer für kreative Denk- und Hausaufgaben. So lernt dein Kind auch im Kinderzimmer mit Grenzen umzugehen.

Kinderzimmer gestalten: die Wahl der richtigen Kindermöbel

Im Kinderzimmer kann es schon mal wild zugehen. Kindermöbel sind Nutzgegenstand und Spielobjekt in Einem und sollten entsprechend einiges aushalten. Sicherheit geht vor. Deswegen sollten Kindermöbel standsicher sein, abgerundete Kanten und kindgerechte Griffhöhen besitzen. Achte beim Möbelkauf auch unbedingt darauf, dass die verwendeten Lacke oder Farben umweltfreundlich und nicht giftig sind (Kids erkunden ihre Umgebung ja gerne mal mit all ihren Sinnen…). Dies gilt auch für den Bodenbelag, Textilien und Co. Natürlich behandelte Kinderzimmermöbel erfüllen diesen Anspruch perfekt.

Kinderzimmer grau gestrichen und sanft beleuchtet mit Wickeltisch und Baby Gitterbett mit Teddy

Unsere Empfehlung: Massivholzmöbel aus Laubhölzern wie Ahorn, Buche oder Eiche, die im besten Fall mit dem FSC Siegel ausgezeichnet sind. Furnierte Kindermöbel sind die preiswertere Variante, Kunststoffmöbel sind leicht, können jedoch auch Weichmacher, Farbstoffe u. Ä. erhalten. Anerkannte Gütesiegel und Prüfzeichen klären in diesem Fall über die Sicherheit und Verträglichkeit der verwendeten Materialien auf.

Außerdem empfehlen wir, auf zeitlose, zurückhaltende Kindermöbel in neutralen Farben wie Weiß oder hellem Naturholz zu setzen. Diese passen meist nicht nur zur restlichen Einrichtung (und können so ggf. auch später noch in anderen Räumen weiterverwendet werden), sondern sie machen auch alle thematischen Veränderungen im Kinderzimmer problemlos mit. Zudem wirken helle Möbel freundlicher.

Im Idealfall sind diese erweiterbar oder mitwachsend wie ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder längenverstellbares Kinderbett – das schont den Geldbeutel.

Zur Grundausstattung eines Kinderzimmers gehören neben Bett und Kleiderschrank auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch, eine Sitz- und Malecke und viel Stauraummöglichkeiten wie Kommoden und Regale für Spielzeug, Kuscheltiere und Co. Besonders die Frage des richtigen Kinderbettes bereitet oft Kopfzerbrechen, weshalb wir hierauf nochmal genauer eingehen wollen.

Hier werden Träume wahr: welches Kinderbett?

Schlaf Kindchen, Schlaf. Ein Neugeborenes schläft bis zu 20 Stunden täglich (auch wenn manch einer das aufgrund der kurzen Nächte gar nicht glauben mag), ab ca. 2 Jahren sind es immerhin noch 13 Stunden. Grund genug also, dem Kind einen wohltuenden Schlafplatz zu gestalten.

Kinderbetten von 1,5 – 3 Jahren

Irgendwann zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr wird es den Kleinen im Babybett zu eng. Wir verabschieden das Gitterbett, nun ist es Zeit für ein „richtiges“ Kinderbett. Die Standardgröße bei Kinderbetten und Kindermatratzen beträgt 70 x 140 cm. Je nach Wachstum kann aber auch noch die Größe 60 x 120 cm ausreichen. Apropos Matratze, Kinder benötigen noch keine punktelastische Matratze. Da sie sich noch im Wachstum befinden, liegen sie gut auf einer flächenelastischen Matratze.

Kinderbetten ab 5 – 6 Jahren

Mit der Schultüte in der Hand ist aus dem Kleinkind ein Kind geworden, das so langsam ins große Bett umziehen darf. Die meisten Kinderbetten haben eine Liegefläche von 70 x 140 cm. Beachte jedoch, dass sich Kinder viel im Schlaf bewegen und auch gerne das ein oder andere Kuscheltier bei ihnen übernachten darf. Ab Ende des Grundschulalters kann ein Kinderbett in 90 x 200 cm die bessere Wahl sein.

Ausgefallene Kinderzimmermöbel: Hochbett und Spielbett

Ein Hochbett ist schon seit Generationen der Star im Kinderzimmer. Kein Wunder, schließlich spart ein Kinderhochbett nicht nur Platz, sondern es ist gleichzeitig auch ein wundervoller Abenteuerspielplatz. Ein Etagenbett ist dagegen ideal, falls sich Geschwister ein Zimmer teilen, da die Betten auf zwei Etagen verteilt werden. Noch ausgefallener sind Spielbetten, die thematisch z.B. wie ein kleiner Ponyhof oder Space Shuttle gestaltet sind und allerlei Stauraummöglichkeiten bieten. Rutschen, auf die Festung klettern oder mit dem Lieblingsbuch zurückziehen – ein Paradies für kleine Entdecker!

So wird Ordnung zum Kinderspiel: Stauraum im Kinderzimmer

Eben noch mit Legosteinen gespielt, dann die Rennautos durch’s Zimmer brausen lassen, um letztlich doch zur großen Kissenschlacht überzugehen – in Sekundenschnelle ist im Kinderzimmer das Chaos ausgebrochen! Wenn Mama dann mahnend von unten ruft: „Felix, räum bitte dein Zimmer auf! Vorher geht’s nicht zur Geburtstagsparty!“ muss eine schnelle Aufräumlösung her: möglichst große Kisten, Boxen und Truhen sind das Zaubermittel beim Kinderzimmer Aufräumen!

Hier ist alles im Handumdrehen verstaut, was bei kleinen Fächern und stundenlangem Einsortieren nicht der Fall wäre. Unterschiedliche Farben oder Beschriftungen/Bebilderungen helfen dabei, ein eigenes Ordnungssystem zu entwickeln. Nichtsdestotrotz ist ein regelmäßiges Ausmisten sinnvoll, um sich wieder unbeschwert im Kinderzimmer ausleben zu können.

Spiel-Tipp: Verstecke selten genutzte Spielsachen und bringe sie dann eines Tages wieder zum Vorschein. Du wirst staunen, wie sehr sich dein Kind über das neu gefundene Spielzeug freuen wird.

Welcher Kleiderschrank im Kinderzimmer?

Auch ein Kleiderschrank gehört im Kinderzimmer zur Aufbewahrung von Kleidern und Co. dazu. Einlegeböden oder variable Kleiderstangen passen sich dem Platzbedarf der Kinderkleidung an. Der Schrank im Kinderzimmer muss stabil stehen und darf bei Gewichtsverlagerung nicht nach vorne kippen. Achte entsprechend auf eine Sicherung gegen Umkippen und Einklemmen (spezielle Sicherheitssperren machen Schubladen und Schranktüren kindersicher).

Kinderzimmer Deko ganz nach dem Geschmack der Kleinen

Wie Kinderzimmer dekorieren? Süße Wolken oder Berge an den Wänden, angesagte Sleepy-Eyes-Motive, ein verträumter Baldachin Betthimmel oder das coole Tipi … es gibt mittlerweile so viele schöne Accessoires fürs Kinderzimmer, dass sich Mama und Papa selbst gar nicht entscheiden können und am liebsten jeden niedlichen Wohntrend mitnehmen möchten! Erlaubt ist, was Kindern gefällt!

Ob nun rosa Prinzessinenzimmer, blaue Piratenhochburg oder etwas komplett anderes – in Puncto Kinderzimmer Deko ist es ratsam, sich den Interessengebieten des eigenen Kindes anzupassen. Fällt dir das schwer, biete Auswahlmöglichkeiten an oder versuche einen entsprechenden Kompromiss zu finden, wie nur eine kleine Prinzessinnen-Ecke im Zimmer. Dadurch förderst du Talente, Fähigkeiten und das Wohlbefinden deines Kindes. Schließlich ist ein Kinderzimmer nicht zum Vorzeigen da, sondern zum Wohlfühlen und Wohnen!

Deko lässt sich in der Regel auch schneller, einfacher und kostengünstiger austauschen und an die aktuellen Vorlieben anpassen als ein Möbelstück oder die Tapete.

Eine gehörige Portion Gemütlichkeit darf natürlich auch nicht fehlen. Pastellfarben, kuschelige Kindertextilien wie Tagesdecken und bunte Vorhänge tun hier ihr Übriges. Im Kinderzelt oder in der Kuschelecke türmen sich so viele Kissen wie möglich, so entsteht ein heimeliger Rückzugsort, der zum Vorlesen, Träumen oder Kuscheln einlädt.

Welche Farbe ins Kinderzimmer?

Farbakzente geben dem Kinderzimmer einen fröhlichen Touch. Grundsätzlich sollte ein Kinderzimmer einem bestimmten Farbkonzept folgen. D.h. wenn du die verwendeten Farben wiederholt im Zimmer aufgreifst, wirkt der Raum harmonischer.

Da Spielsachen, Deko und Co. meist eh schon kunterbunt sind, sollten die Wände im Kinderzimmer eher zurückhaltend gestrichen sein. Du kannst z.B. gemeinsam mit deinem Kind eine gedecktere Variante der Wunsch-Wandfarbe auswählen und es beim Streichen helfen lassen. So fühlt es sich auch miteinbezogen.

Unser Tipp für die Wandgestaltung: Streiche das untere Drittel der Wände mit sogenannter Elefantenhaut an. Diese durchsichtige Schutzschicht hält Kratzer, farbige Kinderhände und Co. möglichst lange fern.

Damit der Farbreiz nicht zu stark ist, sind ausgleichende Pastelltöne als Basis für die Farbgestaltung im Kinderzimmer ideal. Achte jedoch vor allem bei kleinen Kindern auf einen deutlichen Kalt-Warm-Kontrast, um zu räumlichen Denken, Tiefenwahrnehmung und dreidimensionalen Sehen anzuregen.

Beliebte Farben fürs Kinderzimmer sind z.B. ein zartes Apricotgelb neben einem luftigen Hellblau oder auch inspirierendes Lindgrün neben sachlichem Mittelblau. Gerade letztere Kombi fördert die Konzentration deiner Sprösslinge. Zusammen mit Akzenten in Rosa wiegt diese Farbgestaltung im Kinderzimmer sanft in den Schlaf.

Kleine Künstlergalerie: Bilder für Kinderzimmer

Im Kinderzimmer zieren Bilder mit fröhlichen Motiven wie Tiere oder Helden der Kindheit die Wände. Auch die liebevoll gestalteten Buchcover der Kinderbücher sind meist viel zu schön, als dass man im Regal nur ihren Rücken sieht. Inszeniere die Bilderbücher deshalb doch am besten als Wandschmuck in einem Tellerregal oder einer einfachen Bilderleiste bzw. Wandregal – ist sogar preiswerter als ein ganzes Bücherregal anzuschaffen.

Schon Picasso wusste: „Jedes Kind ist ein Künstler“. Warum also nicht die eigenen Kinderzeichnungen einrahmen und an die Wand hängen? So wird den Kunstwerken ausreichend Beachtung geschenkt und das Selbstwertgefühl des kleinen Picassos gesteigert. Auch auf Ausmaltapeten oder mit Tafellack lackierten Wänden können sich Kinder herrlich austoben!

Welcher Teppich im Kinderzimmer?

Kinderteppiche bringen Wärme und Gemütlichkeit ins Kinderzimmer – ganz abgesehen von den tollen Straßen für die Rennautos, die ein Spielteppich inklusive mitliefert! Nebenbei können sie nach bereits erwähntem Ansatz auch bestimmte Bereiche definieren und abgrenzen. Rutschfeste Teppichunterlagen schützen vor ungewollten Sturzflügen.
Welcher Kinderteppich am besten geeignet ist? Kurzfloriger oder gewebter Teppich.

Kinderteppich mit Spielzeug auf dem Boden liegend

Welches Licht im Kinderzimmer?

Beim Kinderzimmer Gestalten ist unbedingt auf eine ausreichende Beleuchtung zu achten. Denn nicht nur wir Erwachsenen wissen, dass zu dunkles Licht den Augen schadet. Eine Deckenlampe im Kinderzimmer sorgt für die gewisse Grundhelligkeit. Empfehlenswert ist auch eine Tischlampe, die Schreibtisch und Leseecke gut ausleuchtet und für behagliche Stimmung sorgt.

Ein Nachtlicht hilft beim Einschlafen. Inzwischen gibt es sogar viele fantasievoll gestaltete, batteriebetriebene Nachtlichter, die die Kinder wie ein Kuscheltier mit ins Bett nehmen können.

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